Der erste Tag allein und prompt geschieht erwas, das nicht hätte passieren sollen...

Offenbar wurde mein Notebook gehackt, Mist aber auch, was jetzt?


Die Nachbarin gibt auf verzweifelte Nachfrage Rat. Einen Spezialisten kennt sie nicht.

Aber den Großvater von einem. Der wiederum neue Ideen hat.

Er weiß sich zu helfen und mir auch. Aufatmen!!


Darf es ein Becher Kaffee sein? Ja, gern, nach diesem Schrecken.

Es werden dann mehrere. Und auch so einige Besucher.

Rasch wird gelacht, diskutiert und erneut in Lachen ausgebrochen...


Ja, was ist denn das?? Meine Rückenschmerzen sind verflogen?

Von zehn Schmerztabletten auf null, das ist doch gar nicht möglich?!

Besucher geben sich die Klinke in die Hand, es hat sich herum gesprochen.

Aber was denn eigentlich? 


Der Nachmittag geht schnell herum, der Abend auch. Was für ein schöner!

Lachen mit netten Menschen. Erzählen. Teil einer Gemeinschaft sein. 

Ach, wie unendlich habe ich das vermisst und nun ist es so einfach!

Wir lachen bis Tränen fließen... Gibt es das wirklich noch für mich?

Ich hätte nie daran geglaubt - mein Leben war doch schon lange zu Ende!

Oder etwa doch nicht??


Eine Taschenlampe begleitet mich um ein Uhr nachts zurück zum Haus.

"Ich wünsch' dir alles Glück der Welt, du bist ein guter Junge!"

Er lacht. "So ein schöner Nachmittag und Abend!"


Ja, das war es wirklich. Und könnte sich gern wiederholen.

Wie schön, wenn man plötzlich eine Nachbarin unter Freunden ist.

Zur Gemeinschaft dazu gehört, ankommt am Ort, der bisher fremd blieb...


Kein Wasser im fernen Haus? Warum? Im Baumarkt gibt es alles!

Ach ja? Warum konnte mir zuvor niemand helfen?

Oder wollte es der Mann an meiner Seite schlicht nicht?

Es fällt mir wie Schuppen von den Augen. 

So einfach kann Hilfe sein? Noch kann ich es kaum glauben...


Warum helfen mir fremde Nachbarn? Vielleicht, weil sie Menschen sind.

Mit Mitleid und Interesse. Das macht mich sprachlos.

So etwas gibt es? Fröhlichkeit und Hilfsbereitschaft?

So viel wie heute habe ich seit Jahren nicht mehr gelacht.

Wo war ich nur in all' der Zeit? Unter einer rabenschwarzen Decke versteckt. 


"Es war ein schöner Tag!"

Ja, es war der beste seit vielen Jahren! 

Ich habe gespürt, dass es mich noch gibt.

Und ein Leben da draußen.

Ich muss nur die Haustür dafür öffnen.

Und die Fesseln abstreifen...