Anders als sonst: Das Video zuerst, da ich diese Musik höre, während ich schreibe...

Warum ich sie so sehr liebe? Weil sie mich erinnert....

An meine Jakobswege in Spanien. Durch den Süden. Den Norden.

Und so unendlich viele tausende Kilometer kreuz und quer dazwischen...


Lang' ist es her. Oder auch wiederum nicht. Nichts ist vergessen.

Die kleinen Orte sind es nicht. Die beeindruckenden großen Städte.

Weggefährten für einen einzigen, aber beeindruckenden Tag...


Jene, die länger an meiner Seite bergauf und -ab schritten. 

Schon gar nicht jene, die mir zu Freunden wurden.

Und es blieben, ganz gleich, woher auch immer in der Welt sie kamen...

Gottes Segen wünsche ich ihnen,

auch wenn er für sie vielleicht einen anderen Namen zu tragen vermag.


Das Kind, das zufällig den Namen eines Erzengels bekam,

überlebte so vieles, das ganz anders hätte ausgehen können.

Zufall? Schutz? Vielleicht sollte es so sein...

Doch heute frage ich mich oft nach dem Sinn meines Lebens.

Lange habe ich gekämpft, doch jetzt bin ich mehr und mehr müde.

Manchmal möchte ich mich niederlegen und einfach nicht mehr erwachen...


Natürlich könnte ich wirklich nach Norwegen auswandern!

Entschlossen eines der alten, baufälligen Holzhäuser in Nyksund kaufen.

Im Moment verlockt mich das! Ich lebe noch, bin gesund und mutig.

Aber ich würde sozusagen "am Ende der Welt" leben.

In einem Land, dessen Sprache ich sicher nicht mehr perfekt erlernen werde.


Ich bin plötzlich unsicher. Irritiert. Warum? Wovon?

Allein die Hinfahrt käme für mich derzeit regelrecht einer Weltreise gleich.

Was ist denn das? Angst vor der eigenen Courage?

Aber eine Bahnfahrt über tausende von Kilometern...

Über Schweden nach Norwegen? Mit drei schweren Gepäckstücken?

Alleinreisend in Bahnen. Mit niemandem der auch aufpasst.


Plötzlich fühle ich mich hilflos. Und irgendwie auch alt.