Und wieder ein (Zwangs-)Tag im Bett, wie ich das hasse und doch tun soll...
Niemand mag, wenn er zu etwas gezwungen ist und trotzdem gehorchen muss.
Das winzige Dachzimmer könnte ich inzwischen sprengen, doch es kann nichts dafür.
Wer oder was denn überhaupt? Das Schicksal? Die Vorsehung?
Immer gern bemüht, wenn der Mensch nicht mehr weiter weiß...
Der Krieg an mehreren Fronten ist eröffnet, mit ungewissem Ausgang.
Ich möchte um mich schlagen, schreien, weinen, klagen.
Und tue doch nichts davon, denn es würde niemandem wirklich helfen.
Nicht einmal mir selbst, ich muss bei wachem Verstand bleiben, unbedingt!
Klären und regeln, beladen, fahren und ausräumen, kämpfen. Um was überhaupt?
Ich lebe noch. Habe einen Kopf um zu denken. Ein Herz um zu zerbrechen.
Ersterer muss gewinnen, aufzugeben ist verboten, sonst gibt's Schiffbruch.
Und das, wo ich doch den sicheren Hafen erreichen möchte, mit aller Kraft!
An meine Jakobswege denke ich, jeweils 800 km durch Nord- und Südspanien.
Eigentlich immer war ich verletzt, hätte aufgeben müssen, aber tat es nicht.
Ein Gelöbnis hält man ein, das bricht man nicht, auch wenn viele Jahre vergehen!
In mein Haus zurückzukehren, das war darin eigentlich nicht vorgesehen...
Aber es wird nun so kommen! Wessen Wille? Wollen wir ihn Gott nennen?
Oder auch ganz anders. "Das Schicksal wollte es so", sagen die Menschen dann...
Es spielt keine Rolle, Namen sind Schall und Rauch. Die Zeit ist nichts anderes.
Ich suche aktuell nach Handwerkern für's Haus, all jenes, das ich nicht selbst kann.
Es wird sein, wie es sein soll und hoffentlich positiv ausgehen.
Wenn alles mehr oder weniger (eher letzteres) erledigt sein wird, dann gehe ich los.
Um ein Gelöbnis zu erfüllen, das ich vor sehr langer Zeit gegeben habe
und von dem ich damals nicht ahnte, wie alt ich darüber werden würde...
Es wird mein letzter Jakobsweg werden, das hingegen weiß ich bestimmt.
Ob Schwester María Asunción noch immer in der Kathedrale singt?
Wie tief berührte mich ihre Engelsstimme im Mai 2007, meinem ersten Weg.
Und erneut nur wenige Monate später, da ich ihn noch einmal ging.
2013, mit meinem gebrochenen Fuss, schaffte ich den letzten von vieren.
"Akzeptiere doch dein Alter und die Härte unterwegs", wurde das gerade gesagt?
"Versprochen ist versprochen und wird nicht gebrochen", so sagten wir als Kinder.
Eben deshalb! Mein Schicksal wird mich erwarten, so oder anders...
