Mir geht oft mehr durch den Kopf als ich zu schreiben vermag.

Und vielleicht soll es eben gerade so sein??

Ab und zu fehlen uns Menschen die Worte, 

welche unsere Gefühle wirklich exakt beschreiben würden.

Aber ist das überhaupt wichtig? Warum? Um verstanden zu werden?


Ich bin auf Instagram ab und zu bescheiden unterwegs.

Schaue mir interessante Orte an. Und ihre Menschen. Oder umgekehrt.

Meistens in Skandinavien. Komisch. Oder auch nicht...

Einst fuhr ich mit meinem Sohn durch die Weite von Schweden.

In einem kl. Fiat Uno, mit einem winzigen Quek-Junior-Wohnwagen.


Da war das ungeheure Gefühl von Freiheit. Absolut losgelöst zu sein.

Ich verliebte mich in diese schier endlosen Wälder.

Das Gefühl in einer ganz anderen Welt angekommen zu sein. 

Als ich kreuz und quer durch Spanien auf verschiedenen Jakobswegen

unterwegs war, da überkam mich ein ganz ähnliches Empfinden.


Seit fast elf Jahren aber habe ich den Eindruck gefangen zu sein.

Überwältigt. Bevormundet. Untergeordnet. Der Freiheit beraubt.

Doch das bin nicht wirklich ICH. Das hat mit mir rein gar nichts zu tun.

Doch wie entkommt man einem Gefängnis? 

Nur, indem man sich besinnt. Auf das, was man einmal war. Und wollte. 


Es hat gedauert, bis mir diese Wahrheit aufgegangen ist.

So sind wir Menschen. Wir halten fest an dem, was wir kennen.

Auch wenn es unser Verderben ist. Oder dazu werden könnte.

Doch irgendwann bin ich erwacht und habe mich gewehrt!


Damit war ich natürlich nicht mehr die begehrte Frau wie zuvor. 

Eine andere wurde es an meiner Stelle. Verstanden hätte ich es. 

 Wenn es nicht gerade meine eigene Tochter gewesen wäre...

Das werde ich nie akzeptieren und habe beide Menschen losgelassen.

Der Kopf jedenfalls hat es getan, doch das Herz ist noch voller Schmerz. 


"Das Leben geht weiter", so sagt der Volksmund. Aber wie denn?

Ich frage mich das an jedem Tag, in jeder Nacht neu.

Und dazu, was von mir, der früheren Kämpferin, übrig geblieben ist?


Ich lebe noch. Habe mich befreit. Und könnte noch einmal anfangen. 

Doch wo? Und wäre ich dann wirklich glücklicher dort?

Dabei wäre alles besser als das jetzige Leben, das keines ist.

Ich würde es eher als Existenz bezeichnen, was kein Mensch braucht.


Aber meine Träume konnte man mir doch nicht ganz zerstören...



Den Song habe ich schon verwendet, 

aber höre ihn immer noch gern ab und zu...