Wenn ein Mensch, der Sicherheit braucht, von etwas verunsichert wird,

dann sind es radikale Veränderungen, zudem ohne Ankündigung.

Das Familien-/Reiseauto wird plötzlich abgeholt. Verkauft.

Diese Realität ist noch nicht ganz verarbeitet, da ist das neue Fahrzeug da.

Ich wusste von nichts. Wer bin ich hier? Oder war es? Ein Nichts...?

 

Heute wird jenes Fahrzeug verkauft, mit dem ich jüngst noch eine lange Tour fuhr.

720 km hin und zurück, an einem Tag. So ein braves, kleines Auto.

Ich streichelte es, weil ich mich so sicher fühlte in ihm. Geborgen.

Nun ist es fort, einfach weg. Was hätte ich auch zu sagen hier? Gar nichts!

Einfach und überhaupt echt nichts...


Meine vorhandenen Schmerztabletten reduzieren sich täglich in enormer Menge.

Ich bitte (!) darum in die nahen Niederlande zu fahren, dort gibt es alles.

Und am Pfingstmontag sind die Läden geöffnet, die Deutschen kommen halt.

In zwei verschiedenen Läden kaufe ich ein, Unmengen von Packungen.

In der bangen Ahnung, dass ich nicht werde wiederkommen können...


Kontrollen an der deutsch-niederländischen Grenze. 

Uniformierte mit Maschinengewehren stehen dort, starren durch die Scheiben.

Befremdlich ist das, im kleinen Grenzverkehr, bei befreundeten Ländern.

Medikamente sind legal. Ich brauche mir keine Sorgen zu machen.

Wir sind erlöst, als wir durchgewunken werden...


Die Sonne schien, ich habe bekommen, was ich dringend brauche.

Mein Wunsch nach Nebenstrecken wurde akzeptiert, alles könnte gut sein.

Ich liebe die Niederlande seit fünf Jahrzehnten und war oft dort.

Heimisch habe ich mich da immer gefühlt, als wäre es der Ort an den ich gehöre.

Meiner ersten Liebe begegnete ich da, die zwanzig Jahre lang hielt...


Heute bin ich mit dem Mann unterwegs, mit dem ich mehr als zehn Jahre lang lebte.

Wir unterhalten uns ruhig, als gäbe es nicht diesen furchtbaren Riss.

Jenen, der alles zerstörte. Unwiderruflich.

Und frage mich, ob es unsere allerletzte Fahrt ist, die wir miteinander erleben.

Die Sonne scheint und trotzdem geht die Welt unter. Meine...


Morgen bin ich in Emden, in meinem holländischen Haus, das ich auch liebte.

Heute ist es ruiniert. Seit Jahren unbewohnt, unbelüftet, ungeheizt.

Um 13 Uhr kommt ein Mensch von den Stadtwerken und prüft.

Ob und wie ich an Wasser kommen könnte, vieles hängt davon ab!

Auch von Internet, Fernseher, Bett, Kochmöglichkeit und anderem, das fehlt ...


Plötzlich wird mir schlecht, mein Kreislauf streikt, Bloß das nicht!

Nur keine Schwäche zeigen, oder gar Traurigkeit, es schien doch die Sonne heute!

Ein Wort gibt das andere. Ich will keinen Streit, ich möchte Frieden. So sehr. So sehr!

Aber was darf ich schon wollen? Mir wünschen? Ich, das Nichts.

Immer wieder landen wir dort, wo es immer endet. Schweigen... Flüchten (er)...


Ich gehe dann auch zu Bett. Unters Dach, unter die Schräge, die meinen Kopf senkt.

Wo ich ihn doch oben tragen möchte. Stark und unbeugsam.

Du wirst mich nicht zerstören. Nein, du nicht!

"Du hast ja nichts", hat er höhnisch gesagt, "kein Internet, Bad oder Fernsehen.

Nicht einmal mehr eine Familie!"


Es hat mich tief getroffen. Weil das alles stimmt. Und ich es zugelassen habe.

Stück für Stück wurde mir alles systematisch genommen, in purer Absicht.

Heute habe ich das endlich zutiefst begriffen, im 11. Beziehungsjahr.

Dass ich stark bin, das weiß ich aber auch. Ich bin nur zutiefst verletzt.

Ich werde aufstehen, ohne Krücken und laufen. So weit es nur geht...



Das, was ich glaube, bestimm' ich jetzt wieder allein!








09.06.2025




Du hast gesagt:
"Du bist nicht gut genug" 
und ich
ich hab's geglaubt.
Und immer schlechter wurde ich,
wie kann es sein?

Ein Wort verändert meine Welt,
es darf nicht sein.
dass es am Ende Recht behält!

Du hast gesagt:
"Du bist nicht schön genug!"
Und ich, 
ich hab's geglaubt.
Und ganz genau so sah ich mich,
wie kann es sein?

Ein Wort verändert meinen Blick.
Ich war nicht mehr schön.
Und für die ganze Welt zu seh'n.
Doch was ich glaubte, 
das glaub ich nicht mehr!

Manchmal, da fällt mir die Wahrheit noch schwer...
Wahrheit schenkt Freiheit und frei will ich sein!
Das, was ich glaube, bestimm' ich allein!

Du hast gesagt:
"Aus dir wird nie etwas!"
Und ich,
ich hab's geglaubt.
Und mich seitdem nichts mehr getraut,
wie kann es sein?

Man wird von außen programmiert
es kollidiert, 
bevor man innen resigniert.
Doch was ich glaubte, 
das glaub' ich nicht mehr!

Manchmal, da fällt mir die Wahrheit noch schwer...
Wahrheit schenkt Freiheit und frei will ich sein!
Das, was ich glaube, bestimm' ich allein!

Es tut mir leid,
ich kann dir nicht mehr glauben.
Schon viel zu lang'
ließ ich die Kraft mir rauben!

Gott hat gesagt
ich bin unendlich wertvoll
und ich bin schön.
besser noch, als gut genug.
Denn was ich glaubte, das glaub' ich nicht mehr!

Manchmal, da fällt mir die Wahrheit noch schwer...
Wahrheit schenkt Freiheit und frei will ich sein!
Das, was ich glaube, bestimm' ich allein!

Das, was ich glaubte, das glaub ich nicht mehr.
Manchmal, da fällt mir die Wahrheit noch schwer..
Wahrheit schenkt Freiheit 
und frei will ich sein...


Das, was ich glaube, bestimm' ich allein!