Heute mal gerade andersherum: Zuerst ein Video und dann der Text...






Wie haben mich diese drei mutigen Kämpferinnen in der Uniform Gottes begeistert!


Sie haben ungeheuerliches gewagt: 

Nämlich, sich gegen die Institution "Katholische Kirche" zu wehren!


Zuerst ging der "Hype" im Internet an mir vorüber, verständlicherweise.

Denn ich war in einem von Nonnen geführten Waisenhaus und habe sie dabei erleben müssen, wie sie kleine und kleinste bereits ohnehin schwer traumatisierte Kinder

nächstens mit Holzkreuzen verprügelt haben, weil die Kleinen im Schlaf weinten.

Sie sperrten sie im Keller ein und in Kleiderschränken.


Ich war selbst ein Kind das Schutz gebraucht hätte,

aber ich empfand eine tiefe Verzweiflung wegen der Misshandlungen der kleineren Opfer.

So bewachte ich nächtens "meinen" Schlafsaal mit den vielen aufgereihten Bettchen.

Und hörte ich ein Weinen, so stürzte ich sofort hin.

Um zu umarmen, um zu liebkosen, um zu schützen.

War glücklich, wenn es gelang...


Am Tag danach ging ich dann nicht zur Schule, bzw. fuhr nicht quer durch die Großstadt,

weil ich total übermüdet war.

Stattdessen lief ich nach Hause, wo ja niemand war, legte mich in mein Bett und schlief.

Der Vater hatte die Familie verlassen, meine Mutter war ewig in Einrichtungen.

Niemand hat sich um mich gekümmert, mich vermisst.

Mein Berufswunsch, das Studium der Archäologie, war mir damit auf immer verwehrt.

Eigentlich jeder beruflich interessante Werdegang...


Trotzdem habe ich mein Leben bewältigt. Was ich kann, das habe ich mir selbst beigebracht.

Jahre in Bibliotheken verbracht, unzählige Fortbildungen absolviert.

Immer mit dem Ziel aufzuholen. Zu lernen. Mich weiterzubilden.

Am Ende meines Berufslebens einen großen Pflegedienst mit sehr viel Verantwortung 

stellvertretend zu leiten, das war nie mein Ziel. Aber dann meine Berufung. 

Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen vertrauten mir.

Jene Menschen, die ich in ihren letzten Stunden begleitete, waren mir wie Verwandte.


Die guten Zeiten in meinem Leben waren rar, also jene, in denen ich es leicht hatte.

Trotzdem habe ich es geschafft für meine Kinder zu sorgen und sie zu unterstützen.

Weil ich mir wünschte, dass sie nie würden erleben müssen, was ich hinter mir hatte.

Sie haben ihre Wege ins Leben gefunden. Mit Sackgassen und Umwegen.

Aber sie sind stark geblieben, haben gekämpft und gesiegt. Jedes anders...


Was hat das nun mit den mutigen Nonnen zu tun?

Ich bin bei Insta. Ganz klein und bescheiden. 

Nur, um mir anzuschauen was mich interessiert und mir gefällt.

Eigenes zeige ich eher wenig, weil ich oft denke: Ach, das ist ja nix...

Und weder Follower noch Lobhudeleien brauche.


Aber ich kommentiere. Um zu zeigen, dass ich etwas wertschätze.

Mich Geschichten interessieren.

Und so kommentierte ich denn bei den tapferen Goldensteiner Nonnen:






Es freute mich, dass anderen Beobachtern mein Kommentar gefiel.

Aber nie hätte ich erwartet welche Antwort darauf kam:







Würde ich sie besuchen wollen? Ach, wie gern!!!!!

Mit ihnen zur Messe in der Kapelle sein? Unbedingt!



Aber ich vermag es nicht... Mein Haus ohne Heizung muss fertig werden, die Kälte kommt.

Das Kloster Goldenstein (bei Salzburg) ist weit fort, wie käme ich dort hin?

Und vor allem: Was könnte ich denn überhaupt für diese drei Heldinnen tun???




Ich sage es mit den letzten Worten der von mir 

sehr verehrten Künstlerin aus Worpswede 

 Paula Modersohn-Becker:

"Ach, wie schade..."


Ja!







Ich wollte manches, was ich heute geschrieben habe, 

schon lange "zu Papier" bringen.

Aber ich habe mich nie so recht getraut das zu tun.


Heute hat es gepasst. Ich hatte den Mut. 

Danke, liebe Schwestern in Goldenstein!






-   Mittwoch, 8. Oktober 2025   -