Manchmal habe ich noch am Buch weitergeschrieben.

Und in ihm habe ich alle Abenteuer überlebt.

Aber auch Reisen antreten müssen, auf die ich nie hätte gehen wollen...



In der Fiktion können wir alles tun. Und vieles sein.

Doch, dass die Realität ganz anders ist, das weiß ich auch.

Habe ich sie lange geleugnet, oder die Wahrheit wirklich nicht erkannt?


Es war so viel an Drama um mich herum in der letzten Zeit.

Da habe ich nicht so wie früher auf mich geachtet vor Kummer.

Vielleicht hat dies aber auch alles beschleunigt...


Man wird es nicht klären können und es ist auch gar nicht (mehr) wichtig.

Nichts ist es. Rein gar nichts. Ich stehe vor dem schwarzen NICHTS.

Habe Furcht davor und will dabei doch mutig sein, so, wie ich es immer war...


Normalerweise gibt das Leben uns mehrere Chancen.

Aber manchmal geht man auch in der Realität mit der Titanic unter.

Der ganz eigenen, persönlichen. Sie passt wohl zu mir...


Den Weg, auf dem ich nun unterwegs bin, den gehen wir alle einmal. 

Nur ist er jeweils ein anderer, individueller.

Meinen hätte ich mir anders gewünscht, aber wir können ihn uns nicht aussuchen...


Das Tor zum Weg aber schon. Und ich weiß was ich tun werde!

Dazu gehört auch, dass es kein neues Heim mehr für mich mehr geben wird.

Mein uraltes Haus wird (hoffentlich!) mein letztes Zuhause sein...


Mit verzweifelter Anstrengung versuche ich es für mich bewohnbar zu machen.

Aber jede Fahrt nach Emden mit dem Auto ist ein verzweifelter Kampf.

Sie erschöpft mich so, dass ich dann dort fast nichts mehr schaffen kann...


Am Freitag habe ich eine einzige (!) Tapetenbahn im Schlafzimmer geklebt.

Und minimal Holz geschliffen, mehr ging einfach nicht.

Ich suche ständig nach allem und finde es in den vielen Räumen nicht...


Keiner da, der mir helfen würde, mir etwas hält oder in die Hand drückt.

"Warum machst du das auch noch?" Ich frage mich das selbst manchmal auch.

Aber ich möchte fort von hier, mich in meinen eigenen Räumen befinden...


Vielleicht schenkt mir das etwas mehr Zeit. Definitiv aber Stille und Frieden. 

Um zu überlegen, was ich noch tun kann / muss / will.

Mit einer solchen Diagnose hätte ich nie gerechnet vor ein paar Wochen...


Es ging mir gut, ich war voller Pläne für mein zukünftiges Leben.

In einer neuen Stadt, mit anderen Menschen und in Freiheit.

Nun werde ich gefangen sein in mir. Und von meiner Diagnose...


Ich will nicht weinen, ich habe immer so gern gelacht und getanzt! 

Wie lange könnte ich es noch tun?? Was ist Zeit überhaupt?

Alles ist relativ. Sogar das Leben. Und der Tod. Das weiß ich jetzt...



Und weine nun doch, während ich tippe.

Ich muss lernen es mir zu erlauben. Weil es nun sein darf!

Mein Herz das lebt ja noch...







22. September 2025