Gestern war ich so müde, dass ich zu nichts mehr fähig gewesen wäre.
Ich wollte nur noch liegen, den Rücken entlasten und schlafen dürfen.
Heute bin ich mit frischem Mut zur Seehafenstadt gefahren,
habe in der Küche einen zweiteiligen Schrank geschliffen und vorgestrichen.
Im Schlafzimmer ist die Giebelwand samt Elektrik fertig, das ist ein Schritt.
Der Heizkörper muss noch versetzt werden, unters Fenster, was mit Umständen verbunden ist.
Ein Installateur fehlt mir, neue Rohre müssen gesetzt, der Wärmespender gekauft werden.
Dann kann ich die Holzpaneele der Decke und die dicken Balken streichen ("Sauarbeit"),
und an's tapezieren und neues Laminat denken, plus Fensterdeko etc.
Ein Bett muss her, eine Deckenlampe, zwei Nachtschränke brauchen frische Farbe.
Die Zimmertür ist auch noch dran, heute habe ich mit der Küchentür begonnen.
Wenn ein Bereich trocknet, dann arbeite ich an anderer Stelle weiter, nur so geht es.
In der Küche sehe ich allmählich die Fortschritte, aber auch das, was alles so fehlt.
Einen vorsichtigen Blick habe ich am Nachmittag auch noch ins Wohnzimmer geworfen.
Es ist ein Zwischenlager/Depot für Sachen aus den anderen Räumen geworden,
aber eine gewisse Grundstruktur ist noch zu erkennen, daran klammere ich mich...


Ein gebrauchtes IKEA-Sofa habe ich schon im vorigen Jahr (oder davor?) gekauft,
die frühere (zu große) Garnitur zur Mülldeponie gebracht, so ist mehr Platz.
Zur Not könnte ich auf dem neuen (gebrauchten) Sofa erst einmal schlafen,
denn ob ich das "alte" Bett behalten will, das ist noch nicht entschieden.
Es ist definitiv bessser sich von Erinnerungen zu trennen, als sie festzuhalten...
Alles muss sich ändern, damit nichts bleibt wie es ist.
Oder muss alles bleiben wie es ist, damit es sich verändern kann??
Ich zähl' die Sterne
und ich weiß, wie klein wir sind.
Ich mag die Ferne, schau, wie gleich wir alle sind.
Ich denk' dann anders, durcheinander hier.
Ich könnte jeden Schritt mein Gleichgewicht verlieren.
Ich lass' los, häng' die Bilder von der Wand,
ich flieg' los, ich lass' los, es ist okay, hab' keine Angst.
Denn ich flieg' los, da ist nichts mehr, was noch auf meinen Schultern wiegt.
Alles habt ihr mir verziehen und ich weiß jetzt, wenn ich meine Augen schließ',
ihr habt mich geliebt, ich lass' los, häng' die Bilder von der Wand .
Ich flieg' los, ich lass' los, es ist okay.
Hab' keine Angst, denn ich flieg' los, ich lass' los, es ist okay.
Hab' keine Angst, denn ich flieg' los.
Ich zähl' die Sterne und ich weiß, wie klein wir sind.
Ich mag die Ferne, schau, wie gleich wir alle sind!