Wann immer ich jetzt Baumärkte betrete, begrüßt man mich herzlich.
Kein Wunder, wenn man täglich Kunde ist und das manchmal vor- und nachmittags.

Gestern zum Beispiel, da Leer Sonntagsöffnung der Geschäfte hatte.

Immer diese Schlepperei, gestern z.B. von zehn Rigipsplatten nachmittags

und einem Bündel dicker Latten mittags, plus Eimern, Sack Feinputz und anderem Kram.

Ein Paket Styroporplatten wartete schon auf mich (samstags geholt).


"Und täglich grüßt das Murmeltier", denkt sicher auch die Emder Großbaustelle.

Die rückwärtige Hauswand neigt sich oben nach den vielen Jahrhunderten um 8 cm nach hinten.

Nun könnte man sagen: "Ignorier' es doch einfach!" Aber das funktioniert nicht...

Stände dort z.B. ein Schrank, so fiele es extrem auf - also wird eine Art Lattengerippe gesetzt,

mit Winkeln verschraubt und so senkrecht eingebaut, wie es eben möglich ist.

Zwei Fenster sind zu umbauen und auch die Steckdosen müssen unbedingt frei bleiben!





 



Der Tag vergeht wie im Flug, nur mein Rücken sieht das anders, das darf er aber auch....


Wohin heute? Ich brauche nicht zu raten, das Haus wartet...

Die nun gedämmte und (ziemlich gerade) ausgerichtete Wand wird mit Rigips verkleidet

und zum Teil schon verspachtelt (morgen ist wieder Baumarkt dran!):






Sieht nun schon ganz anders aus und die Elektrik ist teils auch erneuert!

Morgen wieder schleifen, dann noch grundieren und die neuen Steckdosen montieren.

Der Baudreck nervt, man schleppt ihn über sämtliche 5 Etagen, wenn man nicht andauernd fegt!


Was mich daran erinnert, dass ich gestern noch ein uraltes Foto abgelichtet habe, 

zu sehen: meine Tochter (Studentin zu dieser Zeit) vor dem Haus,

man kann da ungefähr die Dimensionen erkennen, allein schon vom Erdgeschoss erahnen,

der Giebel ist ja "abgeschnitten", den muss man sich noch dazu denken...






Heute war ansonsten überhaupt kein guter Tag für mich, ich bin auf "alte" Kleidung gestoßen,

den Inhalt meiner Nachttischschublade, Briefe, CD's, meinen MP3 - Player, 

bespielt mit Songs für den letzten Camino de Santiago (2013).

Ich will mich nicht erinnern, ich will es einfach nicht! Und schon fließen Tränen...



Es ist nur der Anfang von allem, ich weiß es. Und auch, warum ich davor weggelaufen bin.

Es hilft mir aber nicht weiter, auch das ist mir klar. Morgen geht's weiter, es muss ja!

Und stets muss ich daran denken, wann immer ich den Mut zu verlieren drohe:


Ich werde es schaffen und alles wird gut sein am Ende!

Und wenn es nicht gut ist, dann ist es eben noch nicht das Ende....








- 07.07.2025 -



Lyrics: 


Wenn der Donner dich nicht weiterträumen lässt 

und Fantasie zu Zweifel wird... 

Wann immer –

du dir die Flügel brichst... 

Wann immer – 

dann fliege ich und nehm' dich mit... 


Wenn der Nebel 

sich auf deine Hoffnung legt... 

Und Melodien sich im Sturm verlier’n... 

Wann immer – 

du den Horizont vermisst... 

Wann immer – 

ich heb' dich hoch für klare Sicht....

 

Und ich will, dass du weißt, 

dass stolpern, fallen, Tränen, aufsteh’n 

Leben heißt... 

Und wenn es dich zerreißt, 

ich, Vater, Freund und dein Zuhause bleib'...


Ich wünsch' dir Zuversicht, 

wünsch' dir Kraft und Licht, 

dass Träume keine Träume bleiben!

Ich wünsch' mir von dir, 

dass du weißt, ich bin hier! 


Wann immer auch wann immer ist, 

wann immer ...


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So wollte ich auch immer für meine Kinder da sein (war es oft genug!). 

Und jetzt ist alles zerstört, das vermag ich nie zu verzeihen...

Auch, wenn ich es mir wünsche, wird es nie mehr "gut" werden.