Warte nicht so lange...
Wieder ist ein stiller Tag vergangen.
Ein Augusttag. Der den Herbst schon mit sich trägt...
Heute habe ich nicht in meiner kleinen improvisierten Werkstatt gebaut.
Es war ein Sonntag. Ich habe "nur" gelebt". Zu wenig? Genug?
Die Zeit scheint mir zwischen den Fingern zu zerrinnen.
Sie tropft hindurch. Einfach so. So einfach.
Der Geburtstag meiner Tochter ist seit Tagen vorbei.
Ich habe ihr geschrieben. Aus meinem Herzen heraus.
Eine Antwort hatte ich nicht erwartet und es kam auch keine.
Die Zeit läuft weiter. Mir davon? Ich weiß es nicht.
Wir Menschen glauben immer uns sicher zu sein.
Dass alles gut wird. Oder immerhin erträglich. Doch ist es so?
Wieder ist ein Lebensjahr vergangen, bei mir und meinem "Kind".
Ich wagte eine Geburtagsnachricht, um zu sagen: "Ich bin für Dich da!"
Eine Antwort bekam ich nicht. Aber auch das war eine.
Ich bin in einem Alter, das sicher nicht mehr ewig andauern wird.
Aber noch lebe ich. Liebe. Die drei Menschen, die meine Familie sind.
Doch denken sie ebenso an mich?
Tränen an Gräbern braucht niemand, sie kommen zu spät.
Man vermag sich nicht mehr zu umarmen...
Sich zu sagen: "Ich hab`dich lieb!"
Was könnte ich noch tun? Ich finde keine Antwort darauf.
Um Liebe flehen werde ich ganz sicher nicht.
Und eines Tages wird es für alles zu spät sein...
Die nächste Generation sind sie.
Ob sie es verstehen, wenn sie selbst vor dem letzten Tor stehen?
Ich wünsche ihnen nicht, dass auch sie dann allein sind...