Wie hasse ich inzwischen diese Gespräche!
Die zu rein gar nichts mehr führen, sich im ewigen Kreis drehen.
Ich will Wasser in meinem Haus haben, wie jeder normale Mensch.
Also rufe ich bei den Stadtwerken an, erkläre das Problem.
Der gute Mann will sich erkundigen und zurückrufen.
Eine volle Stunde lang laufe ich hin und her, mit dem Blick auf's Telefon.
Dann rufe ich selbst durch. Warteschlange, ich sei an Nr. 1.
Wer's glaubt wird selig. Oder auch nicht.
Würde ich auflegen, so finge es wieder von vorn an.
Nach weiteren 40 Minuten sagt der Mensch glatt: "Sie sind aber geduldig!"
Und verweist mich an einen anderen Mitarbeiter.
Der erklärt mir (nach Nennung meiner Hausanschrift),
dass ich seit 1986 einen neuen Wasseranschluss hätte.
Nein, den habe ich nicht, denn laut seinem Plan (Straßenerneuerung)
würde der mitten durch mein Lädchen gebaut worden sein.
Und das wäre wohl kaum unbemerkt von mir geblieben...
Am Dienstag treffen wir uns im Haus, dann zeigt er ihn mir, sagt er.
Ich hätte ohnmächtig werden können vor Zorn, aber das ging nicht.
Zu meinen sonstigen Seelenlasten will ich mal gar nichts sagen -
Eigentlich. Uneigentlich aber doch.
Den Tag über habe ich sortiert und gepackt. In IKEA-Boxen.
Dank Klarsicht braucht man nichts zu beschriften.
Alles sollte leicht zu finden sein. Im alten, neuen Heim. Hoffentlich.
Rücken, Schultern und Rücken schmerzen noch.
Ich schleppe geringere Lasten als sonst, gehe lieber öfter zum Auto.
Die ersten kleinen Möbel sind nun auch dran.
Am Abend wird mir ein Gespräch regelrecht aufgezwungen.
Die Küche sei doch ziemlich fertig, dort könne ich doch vorerst schlafen!
Ach ja? Auf dem Boden, oder wo? 2 Etagen von einer Toilette entfernt.
Ohne Flurlicht und über steile Stiegen, halb fertige.
Und natürlich mit Wasser aus Kanistern, vom Delft geholt.
Das ist mir denn doch zu viel, jetzt reicht es!
Keine Möglichkeit für einen Fernseher, kein Internet, kein Wasser.
Ein Notbett in der Küche auf dem Baustellenboden.
Schnellstmöglich soll ich bei "ihm" einen bestimmten Raum räumen.
Weil er unbedingt dort unten nun ein Schlafzimmer haben möchte.
Erstens leere ich gerade dieses Zimmer ohnehin Stück für Stück.
Und zweitens gibt es oben vier potentielle Schlafräume.
Es geht um Schikane, das ist mal klar und gehört wohl zum Programm.
Als die Worte ausgehen, da geht auch er, nach oben, noch.
Muss man es sich dermaßen schwer machen?
Bis immer wieder zur absoluten Wortlosigkeit?!
Wer ist der/die Schuldige? Wer Opfer? Beide?
Am Ende ist es jedenfalls immer totenstill...